OV-Abende 07.03. + 21.03.2025: UNUN-Bastelprojekt F39
Die letzten beiden OV-Abende standen ganz im Zeichen des "UNUN-Bastelprojekts F39". Was genau steckt dahinter? Es geht um den Bau einer Endfed-Antenne, die speziell für die Kurzwellenbänder 40 m (80 m) bis 10 m ausgelegt ist. Sie kann mit einer Leistung von bis zu 100 W (stationär oder portabel) betrieben werden.
Heinz stellte an den letzten beiden OV-Abenden das Projekt vor und erläuterte die Funktionsweise des UNUN und die Bedeutung der Mantelwellensperren. Er zeigte uns auch erste Messergebnisse, die die Effektivität des UNUN und der Sperren belegten.
Eine Endfed-Antenne ist eine spezielle Art von Antenne, die durch ihre einfache Bauweise und vielseitige Anwendbarkeit besonders beliebt ist. Der Name „Endfed“ leitet sich davon ab, dass die Antenne am „Ende“ (also an einem der Enden des Drahtes) gespeist wird. Der UNUN spielt hierbei eine wichtige Rolle, da er die Impedanz der Antenne an das Funkgerät anpasst und so für eine effiziente Signalübertragung sorgt. Eine zusätzliche Komponente, die häufig mit der Endfed-Antenne verwendet wird, ist die Mantelwellensperre (MWS). Diese wird eingesetzt, um zu verhindern, dass unerwünschte Ströme auf der Abschirmung des Koaxialkabels fließen.
Was passiert im Bastelprojekt?
Das Bastelprojekt umfasst mehrere Aspekte der Antennen- und UNUN-Technik:
1. Bau des Breitband-Übertragers (UNUN): Der UNUN (Unbalanced to Unbalanced) kommt in ein wetterfestes Gehäuse.
2. Bau und Vermessung der Mantelwellensperren (MWS): Im Projekt bauen wir zwei dieser Sperren: eine für den Speisepunkt der Antenne (4 m hinter dem UNUN) und eine weitere für den Anschluss am TRX. Auch die MWS werden nach den Bauarbeiten vermessen. Die Außen-MWS kommt ebenfalls in ein wetterfestes Gehäuse.
3. Abgleich und Test der fertigen Antennen: Nachdem die Antenne und ihre Komponenten zusammengebaut wurden, erfolgt der praktische Test und die Messung.
Am letzten Freitag ging es dann ans Eingemachte: Wir diskutierten, wie wir die Bauteile – insbesondere das Gehäuse, die Kabelanschlüsse und die UNUN-Varianten (1:49 oder 1:64) – am besten zusammenstellen. Es wurde intensiv darüber gesprochen, welche Kabel mit den passenden Anschlüssen (N, PL oder BNC) am sinnvollsten sind, um die beste Leistung zu erzielen. Dabei strebten wir an, einen gemeinsamen Nenner zu finden, der allen Anforderungen gerecht wird.
Heinz und Gerald kümmern sich nun um die Materialbeschaffung und -aufstellung, sodass wir mit 30 Bausätzen starten können. Der Bau wird an einem Wochenende stattfinden, wobei der erste Tag dem Bau der Antenne und des UNUN gewidmet ist, während der zweite Tag für das Messen, Abstimmen und Testen der Antennen vorgesehen ist.
Gäste sind natürlich ebenfalls herzlich eingeladen, am Projekt teilzunehmen.
Bleibt dran – wir halten euch auf dem Laufenden! DH6MM